L e e r z e i c h e n

Aus Achtung vor den aktuellen Ereignissen in der Türkei und auch denen in Frankfurt gibt es zurzeit keine Fotos. Sobald die türkische Polizei die Gewalttätigkeiten gegenüber ihren Mitmenschen einstellt, geht’s wieder weiter…

 
 
Update 20.06.2013
Zurzeit kommt es auch in Indien, Bulgarien und in Brasilien zu Protesten. Vor allem in Brasilien und in der Türkei reagiert die Polizei weiterhin mit Gewalt.
In der ersten Hälfte des Jahres wurden unter anderem in Bahrain, Frankreich und Griechenland soziale Proteste mit Polizeigewalt niedergeschlagen.
Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu unangemessenen Übergriffen der Polizei und zu Gewalt durch Polizisten gegenüber Demonstranten oder kritischen Menschen.

 
 
Update 22.07.2013
Gewaltfrei kann man das nicht nennen, was da in der Türkei immer noch geschieht. Von Versammlungs, Meinungs – oder gar Pressefreiheit ist man weit entfernt. Jedoch hat man, seit alle Augen auf das Vorgehen der türkischen Polizei gerichtet waren, die unfassbar große Brutalität gegenüber den eigenen Landsleuten eingestellt. Zu befürchten ist jedoch, dass hinter den Kulissen die Gewalt, vor allem auch gegen Frauen, weiter geht. Schlechte Arbeitsbedingungen – von türkischen (oder auch von deutschen) Polizisten beklagt – sind weder Grund noch Rechtfertigung für Gewalt gegen Mitmenschen.
Sofern es keine neuen Gewaltexzesse gibt und nicht ohne nochmals auf die immer wieder auftretende, inakzeptable Polizeigewalt – auch in den sogenannten Demokratien – hinzuweisen, werde ich in Kürze mit der Präsentation meiner Fotos hier im Blog fortfahren.

 
 

5 Kommentare
  1. Die Ruhe war wohl trügerisch…

  2. Mir ging es neben dem Protest tatsächlich auch um die Form des Protests, um das Innehalten, um die Möglichkeit die (auch die Vielzahl der) Ereignisse zu begreifen. Es geht nicht darum das Dichten, Schreiben, Malen oder Musizieren aufgrund der anhaltenden weltweiten Schrecken vollständig einzustellen, sondern darum das Tempo zu drosseln, die Frequenz zu verringern, um der notwendigen Reflexion den benötigten Raum zu lassen. Das gilt übrigens unabhängig von polizeilichen / staatlichen Gewalttaten für alle gesellschaftlichen Bereiche.
    Ausreichende Zeit zur Reflexion und damit verbundener verringerter Handlungsdruck, könnten uns möglicherweise bereits die Entstehung von Gewalt ersparen. Davon abgesehen sind in Momenten der Gewalt, der Folter und des Todes unsere Bilder, Texte und Lieder höchstens Banalitäten – eher nichts, ohne Bezug und damit ohne Berechtigung. Lediglich die räumliche Entfernung, die eine mentale wohl nach sich zieht, erlaubt uns ein scheinbar unbehelligtes Leben. Dass sich in Aleppo jemand für Katzenbildchen oder Berliner Wohlstandsmüll interessiert, ist wohl kaum vorstellbar…

  3. Nil sagte:

    Jeder protestiert auf seine Art… Und es macht mich immer wieder ein wenig froh wenn ich irgend etwas finde über was da vorgeht… Natürlich folge ich auch die Protesten in andere Landen…

    So wie Du auch sagst, es hat nur den Schein, etwas ruhiger zu sein… Die TOMAs fahren nog immer jeden Tag aus, noch immer mit einer chemischen Mischung im Wasser von dem niemand sagen möchte was es nun ist… und es wird inzwischen mehr und mehr mit Gummikugeln geschossen. Was sich geändert hat ist dass es immer schwieriger wirdt, Nachrichten zu finden… Und dann habe ich den Vorteil, die Sprache zu kennen aber selbst dann…

    Mein Protest war und noch immer ist so viel möglich zu übersetzen und zu verbreiten – nee, nicht in meinem Blog, auf Facebook wo ich hoffte meer Menschen zu erreichen… (?)

    Vielen Dank, auf alle Fälle, für Deine Worte!…

  4. Schade, dass Du hier meine Position, deren Äußerung man auch Typografie nennen könnte, offenbar nicht zu verstehen suchst, sondern mir frontal – pauschal andere Positionen entgegen hälst. Solche Unsensibilität mag ich gar nicht…
    Diese hier ist meine Position. Da sich meine Fotografien nicht vorrangig mit dem Abbilden von Demonstrationen oder üblichen Protesten beschäftigen, setze ich die Präsentation meiner Bilder aus um denen u.a. aus der Türkei mehr P l a t z einzuräumen.
    Zudem steht es mir zu zwischen den Mitteln zu wählen, sie zu mischen oder auch neue Mittel und Wege des Ausdrucks zu finden.

    Wenn Du jetzt also kritisieren möchtest – was die Aufforderung zur Botschaft zu gehen und dort Fotos zu machen irgendwie impliziert – wie, wann und was ich fotografiere, solltest Du das nochmal konkretisieren.

  5. Ich verstehe den Anlaß nicht ganz. Die Welt ist in Permanenz so angefüllt mit Schrecken, daß keiner mehr irgend etwas schreiben, malen, komponieren oder photographieren dürfte. Aber es sollten doch gerade deshalb Bilder gezeigt werden. Und Kritik ist auch zwischen den Zeilen möglich. Fahr zur Türkischen Botschaft und schieße Bilder. Zeige, was Du siehst und wie Du es siehst!

    Natürlich respektiere ich Deine Entscheidung und ich will Dir da auch gar nicht dreinschreiben. Aber es sollten diese Zeilen zumindest einen Hinweis darauf geben, daß es ebenso andere Positionen gibt.

    Photographie ist eine Waffe!

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