Brunnen – Ecke Invalidenstraße / Berlin 2012

Aufgenommen am 3.10.2012 am Ende einer langen Radtour entlang des Mauerweges.

 
 

10 Kommentare
  1. Es funktioniert durch das besondere Auto – unterschiedliche Geschwindigkeiten, eigentlich eher Entfernungen…

  2. Das 3. Bild hat eine klasse Dynamik!

  3. Ich hatte das Büchlein (Baudelaire) gerade zur Hand, weil es kürzlich (andernorts) schon mal im Gespräch war.
    Merkwürdig sind solche Zufälle. Das Internet ist ein Dorf…

    Ich kenne die Kritik Adornos an der Fotografie nicht, mir ist aber eine in den Hirnwindungen hängen geblieben, die sinngemäß so lautete:’Fotografen sind Maler, die nur zu faul sind zu malen…‘ Ich habe mich daraufhin geprüft und kann das für meinen Fall so nicht bestätigen. Wer aus solchem Grund von der Malerei zur Fotografie wechselt wird sicher enttäuscht werden.
    Es sind einfach zwei unterschiedliche Herangehensweisen und trotz dessen die Ergebnisse Bilder sind, nur im Sinne der Kunst miteinander zu vergleichen.

    Es ist ein bisschen schwierig einzuschätzen, schwer zu deuten, was jemand heute meint, wenn er sagt, dass er für dieses oder jenes keine Zeit hätte obwohl er es (angeblich) mag oder gar liebt. Ob er die Floskel als Ausrede für mangelndes Interesse benutzt, ob er – sich seiner begrenzten Lebenszeit nicht gegenwärtig – unfähig ist sich die Zeit zu nehmen sprich einzuteilen? Ob ihn der Anspruch, die Erwartung an Zeit daran hindert sinnvoll Minuten auszufüllen? Oder ob ihn gar der Anspruch an die Unternehmung, an das Projekt daran hindert es zu beginnen, es durchzuführen?
    Oder, oder, oder…?

    Wer aus Gründen der Bildung liest hat es sicher schwer seine Zeit zu verwalten. Dennoch sollte auch dann Platz für anderes sein. Aber Du sagtest ja, dass Du selten die Zeit findest. Das klingt realistisch… :-)

    Was weiß man eigentlich über das Leseverhalten der großen Philosophen?

  4. Es freut mich, daß Du Baudelaire kennst. Ich schätze seine Dichtung und auch seine Texte zur Kunst sehr. „An eine, die vorüberging“, so heißt es auch in meiner Übersetzung.

    Baudelaire – Photographie – Walter Benjamin (der anders als Adorno, die Photographie als Medium der Kunst anerkannte): dies ist in etwa meine Linie.

    Ach, es gibt so viele schöne Photoprojekte und selten finde ich die Zeit, das alles umzusetzen.

    Ja, wer weiß, vielleicht tauche ich irgendwo in Deinen Bildern auf. Menschen, in die Bilder eingefroren: Zu schön.

  5. Das Hintergrundwissen lässt sich nicht mitfotografieren. Daher schrieb ich auch, dass man bei guter Kenntnis (vermutlich) fühlen kann. Unweigerlich spielen am Ort selbst Erinnerungen mit, die Einfluss auf die Sicht haben. Möglicherweise resultiert daraus auch “Bersarins” Unzufriedenheit mit seinen Fotos… Was bedeutet eigentlich KUM ?

  6. „An eine, die vorüberging“, so heißt es in meinem Büchlein „Die Blumen des Bösen“ in der Übersetzung von Monika Fahrenbach-Wachendorff.
    Vorbeirauschen und zumindest in Teilen, Fetzen, Fragmenten hängen bleiben, wie ein Vogel, der im (Vorbei)Fliegen eine (seiner schönsten) Feder(n) verliert… Oder als Fotograf die Welt vorbeirauschen sehen und die Momente festhalten die hängen bleiben (wollen)…
    Vielleicht entdeckst Du Dich ja mal auf einem meiner Fotos, vielleicht dort, vielleicht an einer anderen Stelle dieser Welt… :-)

  7. Sehr schöne Bilder. Und wer weiß – vielleicht sehen wir uns einmal an dieser Kreuzung ohne uns zu sehen. Ich liebe solche Momente des Zufalls in einer Großstadt. Ich habe dieses Gedicht schon oft erwähnt: es ist von Baudelaire: A une passante

    http://www.sonett-archiv.com/forum/showthread.php?tid=779

    Dem Dichter der Großstadt.

  8. 125tel - KUMs Fotogalerie sagte:

    Wenn es das ist, was du beobachtest hast, dann ist es schade, dass das Licht knapp wurde, um alles zu dokumentieren.

  9. Diese drei Fotos beziehen sich (auch) auf die Kommentare
    des vorangegangenen Posts.
    https://silberfink.wordpress.com/2012/10/14/berlin-im-vogelflug-blickwinkel-vi/
    Zum einen macht nicht nur der Autoverkehr die Straße aus, vor allem nicht an dieser Kreuzung. Hier fährt auch die Straßenbahn, ich selbst Rad und Fußgänger sind auch zuhauf unterwegs. Zum anderen transportieren die Autos, Fahrräder, Bahnen und Füße Menschen.
    Wenn man die Geschichte der Stadt miterlebt hat oder die Stadtteile gut kennt, fühlt man an dieser Kreuzung tatsächlich, dass hier (immer noch) Welten bewegt werden bzw. dass sich die Elemente aus den Welten hier
    austauschen, ineinander fließen und auch wieder zurück, dass sie sich an diesem Punkt mischen bevor sie sich dann in den jeweiligen Staddteilen wieder relativ homogen konzentrieren.
    Leider ging mir an jenem Tag das Licht aus, sonst hätte ich noch lange dort verweilt. Es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein…

  10. Das letzte aus der Serie ist toll, weil es genau das zeigt was die Straße ausmacht: Autoverkehr. Eine sehr dynamische Aufnahme. Ich finde außerdem die Verteilung von hellen und dunklen Partien sehr gelungen. Gruß – KUM

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